Chess - Spielstärke

Chess

Spielstärke

Gigue - 03. Sep '22    
Überlegungen am Wochenende:

Spielstärke, wie zeigt sie sich?
Natürlich in den Punkten, die die Stärke widerspiegeln.

Im unteren Punktebereich weniger Eröffnungskenntnisse, häufiger unbedachte Bauernzüge oder Damenausfälle.
Verzicht auf Rochade bewusst oder unbewusst.

Im mittleren Bereich alles schon besser, aber hier und da Züge, die den Gegner stärken, nicht die eigene Stellung. Zu wenig gute taktische Ideen?

Im oberen Bereich alles fein, aber im noch höheren Bereich feiner. Zähes Ringen um den Sieg, aber auch geniale Momente.

Vielleicht ist der Unterschied in den Punkterängen der, je höher desto weniger Züge, die dem Gegner nützen.

Im mittleren Bereich fühlt man sich oft wie zusammengeschoben vom oberen, im unteren vom mittleren Bereich.

Wer will mag Gedanken äussern.
Alapin2 - 03. Sep '22    
Solide Grundkenntnisse, Turniererfahrung und nicht zu schnell "aus dem Bauch heraus" ziehen. Dann gibt es noch die Wenigen mit dem Schuss Genialität.
Ist es nicht egal? Hauptsache, es macht Spaß!
Abgedroschen, jedoch zutreffend : " Das Schachspiel ist ein See, in dem die Mücke baden und der Elefant ertrinken kann!"
Vabanque - 03. Sep '22    
Ja, der Begriff der Spiel'stärke' ist schon ein recht merkwürdiger ... die Bezeichnung suggeriert ja etwas, das sich physikalisch messen ließe wie etwa die Stromstärke ... dies ist aber nicht der Fall.

Derselbe Spieler (ich nehme mich hier mal selber zum Beispiel) mag bestimmte Stellungen meisterlich behandeln, andere Stellungstypen jedoch äußerst stümperhaft. Seine 'Stärke' zeigt sich dann nur in den Stellungen, die er versteht, in anderen offenbart sich seine Spiel'schwäche'.

Grob vereinfacht kann man oftmals sagen, dass der stärkere Spieler jener ist, der mehr eigene Möglichkeiten sieht und weniger gegnerische übersieht.

Das entspricht in etwa Gigues 'weniger Züge, die dem Gegner nützen'.

Aber; wenn man durch eigenes Übersehen die Partie 'einstellt' oder sie durch gegnerisches Übersehen gewinnt, dann hat man seinen Gegner nicht wirklich überspielt.

Überspielt (oder deklassiert) fühlt man sich, wenn man - ohne erkennbare Fehler - immer schlechter und schlechter zu stehen beginnt.

Die eigene Stellung immer mehr zu verstärken, ohne dass der Gegner wirkliche Fehler macht, das ist dann schon die hohe Kunst des Schachs. Ich weiß gar nicht, ob man das lernen kann.